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Soltec

„Es war das miserable Wetter, das die Besucherzahl bei der SOLTEC 2010 gedrückt hat.“ Diese Bilanz zogen gestern SOLTEC-Veranstalter Rainer Timpe und der Hamelner Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop. „Vier Jahre ist es stetig aufwärts gegangen. Diesmal hatten wir statt der erwarteten 16.000 Besucher nur rund 11.000“, erklärte Timpe zum Abschluss der SOLTEC, die nach Aussage von Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) als die größte Fachmesse für die Erneuerbaren Energien in Norddeutschland gilt.

Dass die SOLTEC auch überregional Beachtung findet, zeigt die Anfrage eines Verbandes für Windkraftenergie, ob es im nächsten Jahr die Möglichkeit gebe, dieser neuen Energiequelle einen eigenen Schwerpunkt zu widmen. Niedersachsen ist inzwischen das Bundesland mit der größten Anzahl von Windenergieanlagen. An einer Kooperation mit der SOLTEC sei auch die Messe AG in Hannover interessiert, berichtet Timpe. In die Zukunftsüberlegungen für die Messe wird auch das Thema Elektromobilität einbezogen, sofern die Hersteller Fahrzeuge anbieten, die auch für den Normalverbraucher erschwinglich sind. Ein Beispiel dafür zeigte das Hamelner Unternehmen Elektroma mit einem Elektro-Roller auf Vespa-Basis.

Die meisten Aussteller waren trotz der geringeren Besucherzahl zufrieden. „Wir haben sehr gute Gespräche mit kompetenten und gut informierten Endverbrauchern geführt“, erklärte Barbara Podehl von der Firma Domilux aus Blomberg stellvertretend für viele Aussteller. „Wir wollen auch im nächsten Jahr auf der SOLTEC ausstellen.“ Die Atmosphäre sei sehr gut gewesen, betonte Anke Schiller von dem jungen Solarunternehmen Solar Easy (Alzenau), das viele Kunden für ein neues Solarthermie-Modul interessieren konnte, das nach dem Prinzip der Isolierkanne funktioniert und auch bei bedecktem Himmel eine erstaunlich hohe Energieausbeute liefert. Eine Messeneuheit stellte auch ein bei Elektroma präsentiertes Photovoltaik-Modul des Herstellers Schüco dar, mit dem die Ausnutzung von Flachdächern optimiert werden kann. Auf dem Vormarsch scheinen im Übrigen sogenannte Hybrid-Module zu sein, bei denen Photovoltaik und Solarthermie in einem Modul kombiniert sind, um durch Wärmeableitung die Photovoltaik-Leistung zu optimieren. „Ich habe hier viele junge Familien gesehen“, bilanzierte Heike Triefenbach am Solvis-Stand. „Das sind unsere Kunden der Zukunft.“ Auch Berend Reinink (Elektroma) lobte das Konzept der Messe: „Solche Veranstaltungen eignen sich hervorragend für die Beratung von meist sehr gut vorinformierten Endkunden.“

Mit großem Erfolg wurde auf der SOLTEC erstmals der Schwerpunkt Geothermie präsentiert. „Wir hatten sehr viele Gespräche mit Endverbrauchern, die ganz konkret Pläne haben, sich die Energie zum Heizen oder der Warmwasseraufbereitung künftig aus der Erde zu holen“, berichtete Joachim Fritz, Diplom-Geologe vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Mehr als 25 Aussteller informierten auf der SOLTEC über die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten für Wärmepumpen, denn Energie kann sowohl der Erde als auch dem Grundwasser oder der Luft entzogen werden. „Wir werden in den nächsten Wochen viele Gespräche mit Kunden haben, die hier Kontakt zu uns aufgenommen haben“, zog auch Sebastian Neumann, Vertriebsbeauftragter des Unternehmens Gall Technology, eine positive Bilanz des Unternehmens aus Salzhemmendorf. „Wir erwarten ein gutes Nachmessegeschäft.“
Hameln, Deutschland
15.09.2011 - 18.09.2011
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