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Solarvalley-Mitglied Schott hat wieder ein Gesicht in Jena

(Quelle: OTZ, 19.05.2011)

Die Mainzer Schott AG bestellt Dr. Patrick Markschläger zum Gesamtleiter ihres Gründungsstandortes. Der Solarspezialist repräsentiert damit künftig den Technologiekonzern in der Stadt Jena und im Freistaat Thüringen.
Jena. Wirtschaftliche Tradition ist für Dr. Patrick Markschläger wichtig, wenn sie einhergeht mit der stetigen Bereitschaft zur Veränderung.

"Geschäftsleute rund um den Globus schätzen verlässliche Partner. Es macht einen Unterschied, ob man wie Schott auf eine mehr als 125-jährige Unternehmensgeschichte verweisen kann oder ein gerade gegründetes Start up ist", sagt der 45-jährige Manager. Auf diese Tradition setzt nun auch wieder die Mainzer Konzernzentrale. Nach vier Jahren, in denen es am wichtigen Gründungsstandort Jena nur mehr oder weniger anonyme Geschäftsführer für einzelne Gesellschaften gab, repräsentiert nun auch wieder eine einzelne Führungsperson den Konzern nach innen und außen. Seit 1. Mai ist Dr. Patrick Markschläger das Gesicht von Schott in Thüringen. "Leiter des Verbundstandortes" heißt das im offiziellen Sprachgebrauch. Nach dem Ausscheiden von Ehrenbürger und Schott-Urgestein Wolfgang Meyer im Jahr 2007 war dem Glasspezialisten diese wichtige Position abhanden gekommen.

Für Markschläger, der seit 2007 die Solarsparte in Jena mit inzwischen 700 von insgesamt 1200 Mitarbeitern am Standort leitet und auch weiter führen wird, ist die Bestellung zum Standortleiter ein wichtiges Signal aus Mainz. "Der Vorstand unterstreicht damit die Bedeutung von Jena für den Konzern und sorgt für Gewicht und Kontinuität", sagt Markschläger, der ab sofort für die Infrastruktur der Werke ebenso zuständig ist wie für das soziale Engagement des Schott-Konzerns in der Stadt. Zum Beispiel am Otto-Schott-Gymnasium oder in den Schott-Vereinen.

Dennoch hätten die Mainzer auch in den vergangenen, wirtschaftlich sehr schwierigen Jahren Jena nie vernachlässigt, betont der neue Statthalter. Nach der Fehlinvestition in die Displayglasproduktion, der "Wanne 9", seien allein in den letzten drei Jahren 250 Millionen Euro in den Ausbau der Solarproduktion geflossen. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise sei die Zahl der Jobs nicht gesunken. "In Jena steht heute eine der weltweit modernsten Fabriken für die Herstellung der Waferplatten für Photovoltaikmodule", sagt Markschläger.

Persönlich hat sich der gebürtige Saarländer ebenfalls auf Jena festgelegt. Die Stadt kennt er schon seit 2003, als er noch für Schott Lithotec in New York arbeitete und öfter zu Lithotec nach Jena reiste. Nach dem Verkauf der Kristallzuchtsparte bekam der Ingenieur und Kaufmann das Angebot, als Geschäftsführer in das damalige Joint Venture von Schott Solar und Wacker AG einzutreten. Mit seiner Frau und den beiden Töchtern zog Markschläger direkt aus New York nach Jena um. Inzwischen ist die Familie in Jena heimisch und hat sich ein Haus gebaut. "Wir leben in der Stadt und doch im Grünen" diese Kombination und die vielen Freizeitmöglichkeiten seien einmalig, schwärmt der Schott-Manager. Dazu kommen die kurzen Wege und die einmalig unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen Industrie, Hochschulen und Stadt.

"Jena hat zurecht im Osten Platz 1 und im gesamtdeutschen Maßstab Platz 33 bei der Zufriedenheit der Unternehmen mit ihrem Standort belegt", sagt Markschläger, der sich in der städtischen Wirtschaftsfördergesellschaft und im Thüringer Solarverbund engagiert.

Was Jena selbst betrifft, so wünscht er sich eine Schärfung des wirtschaftlichen Profils. "Die Stadt will in ihrer Außendarstellung zu viel sein. Sie sollte sich auf Medizin, Medizintechnik und Optik konzentrieren und so ein Gesicht bekommen. Dazu passt auch Schott mit seinen innovativen Produkten", so Markschläger.


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